Zwischenbilanz in der Coronakrise Bund stützt Wirtschaft mit rund 130 Milliarden Euro

Die Pandemie trifft manche Branchen seit fast zwei Jahren hart. Die Bundesregierung hat inzwischen rund 130 Milliarden Euro für Hilfen und Kredite ausgegeben – die Summe dürfte noch anwachsen.
Münchner Fußgängerzone während Shutdown im Dezember 2020

Münchner Fußgängerzone während Shutdown im Dezember 2020

Foto: Sachelle Babbar / ZUMA Wire / imago images

In der Coronapandemie hat die Bundesregierung die deutsche Wirtschaft bis jetzt mit rund 130 Milliarden Euro gestützt. Konkret wurden Hilfen in Höhe von rund 60 Milliarden Euro ausgezahlt und Kredite von knapp 55 Milliarden Euro gewährt, wie aus einer Auflistung des Wirtschaftsministeriums für die Staatskanzleien der Bundesländer hervorgeht. Hinzu kamen Rekapitalisierungen und Bürgschaften.

In dem Papier heißt es weiter, durch digitale Antragsverfahren und die gute Zusammenarbeit von Bund und Ländern sei es gelungen, seit Pandemiebeginn vier Millionen Anträge auf Zuschüsse zu bewilligen. Im Rahmen des Sonderprogramms der staatseigenen Förderbank KfW seien rund 156.000 Zusagen erteilt worden.

»Wir setzen in enger Abstimmung mit den Ländern alles daran, dass die Hilfen zügig bei den Unternehmen ankommen«, sagte Staatssekretär Sven Giegold (Grüne). Angesichts der aktuellen Pandemielage würden Unternehmen und Beschäftigte weiterhin unterstützt, damit möglichst viele Unternehmen die Krise und die aktuell schwierige Lage überstehen.

Das Ministerium wies darauf hin, dass die Programme für die Wirtschaft weiter liefen. So seien die Überbrückungshilfe und die Neustarthilfe sowie der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld gerade um drei Monate bis zum 31. März kommenden Jahres verlängert worden. Das KfW-Sonderprogramm und der KfW-Schnellkredit liefen bis zum 30. April mit erhöhten Kreditobergrenzen weiter. Zudem könne der KfW-Investitionskredit für kommunale und soziale Unternehmen bis zum 30. Juni 2022 beantragt werden.

fdi/dpa