Haushalt Bundestag beschließt Etat für 2021 mit hohen Schulden

Angesichts der Coronakrise hat die Große Koalition das Haushaltsvolumen auf fast 500 Milliarden Euro aufgestockt. Mehr als ein Drittel davon soll durch Kredite finanziert werden.
Haushaltswoche im Bundestag: Neue Schulden in Milliardenhöhe

Haushaltswoche im Bundestag: Neue Schulden in Milliardenhöhe

Foto: Michael Kappeler / dpa

Der Bund darf im kommenden Jahr fast eine halbe Billion Euro ausgeben und im Kampf gegen die Coronakrise erneut hohe Schulden machen. Der Bundestag beschloss am Freitag mit den Stimmen der Großen Koalition den Haushalt für das kommende Jahr. Er war angesichts der Krise zuvor mehrfach aufgestockt worden.

Für den Etat stimmten 361 Abgeordnete, mit Nein 258 Abgeordnete. Es gab keine Enthaltungen bei den 619 abgegebenen Stimmen.

Insgesamt will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) etwas weniger ausgeben als im laufenden Jahr, in dem kurzfristig Milliardenhilfen für die Wirtschaft gestemmt werden mussten. Mehr als ein Drittel der Bundesausgaben soll durch neue Kredite über fast 180 Milliarden finanziert werden. Dafür hat der Bundestag Anfang der Woche bereits die Schuldenbremse im Grundgesetz außer Kraft gesetzt.

Geplant sind wegen der anhaltenden Krise Zuschüsse für Unternehmen über rund 39,5 Milliarden Euro. Auch Krankenhäuser, Flughäfen und die Bahn werden besonders unterstützt. Für die Beschaffung von Corona-Impfstoffen sind rund 2,7 Milliarden Euro vorgesehen.

Eingeplant sind auch höhere Ausgaben für mehr Kindergeld ab Januar und eine Entlastung der Bürger durch den Abbau des Solidaritätszuschlags sowie einen höheren Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer.

mic/dpa
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