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Staatsfinanzen in der Coronakrise Deutschlands Defizit wächst 2021

Die Bekämpfung der Coronakrise macht sich zunehmend bei den Finanzen des Staates bemerkbar. Nach SPIEGEL-Informationen steigt das Defizit im kommenden Jahr auf rund sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
aus DER SPIEGEL 51/2020
Finanzminister Olaf Scholz (SPD): Der Anteil der Schulden am Bruttoinlandsprodukt beträgt dieses Jahr rund 70 Prozent, 2021 steigt er auf über 72 Prozent

Finanzminister Olaf Scholz (SPD): Der Anteil der Schulden am Bruttoinlandsprodukt beträgt dieses Jahr rund 70 Prozent, 2021 steigt er auf über 72 Prozent

Foto: Bernd von Jutrczenka/ picture alliance/dpa

Deutschlands Staatskasse wird dieses Jahr ein geringeres Defizit aufweisen als erwartet, dafür wachsen 2021 die Löcher im Etat. Im laufenden Jahr wird das Minus rund fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen, so eine Projektion für den Stabilitätsrat von Bund und Ländern, der am 18. Dezember tagt. Im Oktober gingen die Experten noch von mehr als sechs Prozent aus.

Im Gegenzug fällt das Defizit 2021 mit rund sieben Prozent deutlich höher aus. Grund ist die Verschiebung einiger Ausgaben für Corona-Maßnahmen ins kommende Jahr, etwa für November- und Dezemberhilfen. 2022 werde das Defizit wieder auf rund zwei Prozent sinken, 2023 soll es unter einem Prozent, ein Jahr darauf nahe null liegen.

Der Anteil der Schulden am BIP beträgt dieses Jahr rund 70 Prozent, 2021 steigt er auf über 72 Prozent. Bis 2023 sinkt der Schuldenstand jedoch wieder auf 70 Prozent ab, und im Jahr darauf liegt er laut Projektion bei knapp über 68 Prozent.

rei
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