Michael Sauga

Wege aus der Coronakrise Die Globalisierung ist nicht das Problem, sondern die Lösung

Michael Sauga
Eine Kolumne von Michael Sauga
Im Kampf gegen das Coronavirus setzen viele Politiker auf Abschottung und Protektionismus. Das ist ein Fehler.
Ungarischer Grenzpolizist mit Mundschutz

Ungarischer Grenzpolizist mit Mundschutz

Foto: Attila Balazs/ dpa

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Wenn eine große Seuche über die Welt zieht, gehört es offenbar zu den unausrottbaren Reflexen, nach Sündenböcken zu suchen. Als im Mittelalter die Pest wütete, machten viele in Europa die Juden verantwortlich. Während der Choleraepidemien im 19. Jahrhundert stand die Einwanderung unter Verdacht. Und heute, wo das Coronavirus das Leben und die politische Debatte bestimmt, geben viele einer geheimnisvollen ökonomischen Macht die Schuld: der Globalisierung.

Der internationale Handel, der Ferntourismus, der Interkontinentalflug: Was gestern die Welt zum Dorf gemacht hat, wird heute angeklagt, das Virus zu verbreiten. Und um es zu stoppen, wird nun überall das Gegengift des Protektionismus verteilt. US-Präsident Donald Trump sieht sich durch die Pandemie bestärkt, die amerikanische Wirtschaft von der chinesischen abzukoppeln. Japan zahlt heimischen Konzernen Prämien, wenn sie Produktionsstätten in die Heimat holen. Und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält es für seine patriotische Pflicht, alles zu tun, damit deutsche Krankenschwestern wieder deutsche Gesichtsmasken tragen und kein unerwünschter Auslandsinvestor eine heimische Hightechfirma erwirbt. Das "deutsche Tafelsilber", donnert der CDU-Politiker, stehe "nicht zum Verkauf".

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