Coronakrise US-Wirtschaft erleidet historischen Einbruch

Die Corona-Pandemie hat die größte Volkswirtschaft der Welt mit voller Wucht getroffen. Im zweiten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt der USA so tief gestürzt wie noch nie.
Lockdown in Philadelphia (April): Noch nie da gewesener Einbruch

Lockdown in Philadelphia (April): Noch nie da gewesener Einbruch

Foto: Matt Rourke/ picture alliance/dpa

Die US-Wirtschaft hat in der Coronakrise einen historischen Konjunktureinbruch erlitten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging auf das Jahr hochgerechnet im zweiten Quartal um 32,9 Prozent zurück, wie die Regierung in Washington mitteilte. Das ist der stärkste Einbruch seit Beginn der Statistik im Jahr 1947 - aber immer noch besser als von Ökonomen vorab erwartet. Diese hatten mit einem Minus von 34,1 Prozent gerechnet. 

Die Berechnungsmethode der US-Statistiker unterscheidet sich aber stark von der, mit der etwa das deutsche Wirtschaftswachstum gemessen wird. In den USA wird berechnet, wie stark die Wirtschaftsleistung sinken würde, wenn der Rückgang das ganze Jahr über so anhalten würde. Das wird aber nicht der Fall sein.

Im Vergleich zum Vorquartal ging die Wirtschaftsleistung um 9,5 Prozent zurück. Dieser Wert lässt sich eher mit den Zahlen aus Deutschland vergleichen, wo das Statistische Bundesamt am Donnerstagmorgen einen Einbruch von gut 10 Prozent für das zweite Quartal gemeldet hatte.

Auch Arbeitslosigkeit bleibt hoch

Die Coronavirus-Pandemie hat die USA in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt. Die Arbeitslosigkeit ist massiv angestiegen. Laut Zahlen vom Donnerstag meldeten sich in der vergangenen Woche erneut 1,43 Millionen Menschen arbeitslos.

Bereits im ersten Quartal hatten sich deutliche Spuren der Coronakrise gezeigt, die größte Volkswirtschaft der Welt war in den ersten drei Monaten auf das Jahr hochgerechnet um fünf Prozent geschrumpft.

Die Coronakrise sorgt unter anderem für enorme Rückschläge beim privaten Verbrauch. Der April war der erste Monat, in dem sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie über den gesamten Monat auf die konjunkturelle Entwicklung ausgewirkt haben.

fdi/mamk/AFP/Reuters/dpa
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