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Bundeshaushalt 2021 Scholz muss bis zu 125 Milliarden Euro neue Schulden machen

Die Coronakrise wird teuer für den Bund: Nach SPIEGEL-Informationen muss Finanzminister Olaf Scholz im kommenden Jahr deutlich mehr neue Kredite aufnehmen als bisher geplant.
aus DER SPIEGEL 47/2020
Geschlossenes Café: Der Shutdown kostet Geld – womöglich auch noch im nächsten Jahr

Geschlossenes Café: Der Shutdown kostet Geld – womöglich auch noch im nächsten Jahr

Foto: Jan Huebner / imago images

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) muss im nächsten Jahr weit mehr Schulden machen als bisher geplant. Fachleute seines Ministeriums und Haushaltsexperten der Regierungsfraktionen rechnen nach SPIEGEL-Informationen damit, dass der Bund 2021 bis zu 125 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehmen wird.

Endgültig entscheidet sich die Höhe der Neuverschuldung bei der sogenannten Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags am Donnerstag übernächster Woche. Finanzminister Scholz hatte im Entwurf der Bundesregierung für den Etat 2021 bislang lediglich 96,2 Milliarden Euro an frischen Krediten vorgesehen.

Grund für den erhöhten Geldbedarf sind die Folgen der Coronakrise. So wird die Verlängerung der Überbrückungshilfen für angeschlagene Unternehmen, die für das nächste Jahr vorgesehen ist, etliche Milliarden Euro kosten. Scholz geht zudem davon aus, dass Unterstützungszahlungen für Unternehmen, die im November coronabedingt vorübergehend schließen müssen, zum Teil erst nächstes Jahr ausgezahlt werden. Schließlich muss er noch Vorsorge für weitere Kosten der Pandemie treffen, etwa für die Beschaffung, Lagerung und Verteilung von Impfstoffen.

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