Corona-Folgen US-Konsum bricht in Rekordtempo ein

Die Corona-Pandemie verleidet den US-Bürgern die Kauflaune. Der Konsum ging so stark zurück wie nie seit Beginn der Erhebung. Dabei sind die Einnahmen massiv gestiegen.
Forever21-Filiale in San Francisco (Archivbild): Obwohl sie mehr Geld zur Verfügung hatten, gaben die US-Bürger weniger aus

Forever21-Filiale in San Francisco (Archivbild): Obwohl sie mehr Geld zur Verfügung hatten, gaben die US-Bürger weniger aus

Foto: JUSTIN SULLIVAN/ AFP

Verbraucher in den USA haben während der Corona-Pandemie bislang deutlich weniger konsumiert. Die Konsumausgaben gingen im April im Vergleich zum Vormonat um 13,6 Prozent zurück, teilte das Handelsministerium mit. Das ist der schwerste jemals gemessene Einbruch.

Analysten hatten einen etwas geringeren Rückgang erwartet. Die Amerikaner gaben beispielsweise weniger für Lebensmittel und Getränke, Restaurants, Gesundheit und Hotels aus.

Die Einnahmen der Haushalte stiegen dagegen massiv an. Sie schnellten um 10,5 Prozent in die Höhe. Dem Ministerium zufolge ist der starke Anstieg vor allem mit Unterstützungszahlungen des Staats zur Überwindung der Krise zu erklären. So bekamen Millionen Amerikaner jeweils 1200 Dollar aus dem staatlichen Krisenpaket.

Die Inflation schwächte sich deutlich ab. Der von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) besonders beachtete Kern-Preisindex PCE ohne Energie und Lebensmittel stieg auf Jahressicht um ein Prozent. Das war der geringste Zuwachs seit Dezember 2010. Im März hatte er noch bei 1,7 Prozent gelegen. Die Fed strebt eine Jahresrate von zwei Prozent an.

brt/dpa/Reuters
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