Gastgewerbe Corona sorgt für Massenabwanderung von Mitarbeitern

Unter kleineren Unternehmen wächst die Sorge, dass die Pandemiebeschränkungen zu neuen Umsatzeinbrüchen führen. Besonders das Gastgewerbe zeigt sich alarmiert.
2G im Gastgewerbe: Nach der Krise fehlen die Mitarbeiter

2G im Gastgewerbe: Nach der Krise fehlen die Mitarbeiter

Foto: INA FASSBENDER / AFP

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, warnt angesichts der Coronarestriktionen vor einer Zuspitzung der Personalnot im Gastgewerbe. Wenn die Pandemie »nicht schnellstmöglich erfolgreich bekämpft wird, befürchte ich Schlimmeres«, sagte Hartges den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. »Ein maximal professionelles Impfmanagement ist jetzt endlich geboten«.

Zuletzt seien im Gastgewerbe 8,4 Prozent weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als im Jahr 2019 beschäftigt gewesen. »Rund 100.000 Beschäftigte hat das Gastgewerbe durch die Pandemie bis September 2021 verloren«, sagte Hartges.

Zu Wort meldete sich auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW). Bundesgeschäftsführer Markus Jerger fordert von der neuen Regierung Nachbesserungen bei der Überbrückungshilfe des Staates für von der Pandemie besonders betroffene Unternehmen. »Die neue Bundesregierung hat es in der Hand zu verhindern, dass zum Jahresende in vielen Betrieben endgültig das Licht ausgeht«, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Mittwoch.

Jerger forderte unter anderem, dass die Schwellen bei einem coronabedingten Umsatzeinbruch, ab der Unternehmen Staatshilfen beantragen können, deutlich herabgesetzt werden. Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie der innerstädtische Einzelhandel seien wegen der Pandemie existenzbedrohenden Einschränkungen ausgesetzt, sagte Jerger. Neben stockenden Lieferketten, steigenden Beschaffungskosten, hohen Energie- und Treibstoffpreisen sorge auch das gedrosselte Weihnachtsgeschäft für Probleme.

mik/AFP