Corona-Pandemie Trump verspricht "spektakuläre" Erholung der Wirtschaft

US-Präsident Donald Trump hält die Coronakrise offensichtlich für ein vorübergehendes Phänomen. Die Wirtschaft werde sich rasch davon erholen.
Donald Trump: Glänzende Aussichten für die US-Wirtschaft?

Donald Trump: Glänzende Aussichten für die US-Wirtschaft?

Foto: Yuri Gripas/ imago images/ZUMA Wire

US-Präsident Donald Trump blickt mit Optimismus auf die wirtschaftliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Das dritte, aber vor allem das vierte Quartal würde mit Blick auf die Wirtschaftsleistung "spektakulär" werden, sagte Trump am Montagabend bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Was im zweiten Quartal passiere, passiere im zweiten Quartal. "Ich denke, wir werden ein phänomenales drittes Quartal haben", sagte Trump. Das vierte Quartal und das kommende Jahr würden "phänomenal", meinte Trump.

Die Coronakrise hat die US-Wirtschaft empfindlich getroffen und belastet insbesondere den Arbeitsmarkt. Im zweiten Quartal könnte die Wirtschaft so stark schrumpfen wie seit der Weltwirtschaftskrise der Zwanziger- und Dreißigerjahre nicht mehr, hatte der Wirtschaftsberater des Präsidenten, Kevin Hassett, am Montag dem Sender CNBC gesagt. Möglich sei ein Rückgang  des Bruttoinlandsprodukts um 20 bis 30 Prozent, sagte Hassett. Trump war zu dieser Prognose von einer Reporterin bei seiner Pressekonferenz gefragt worden.

Das genaue Ausmaß der wirtschaftlichen Verwerfungen der Pandemie ist noch nicht absehbar. Viele Analysten befürchten einen dramatischen Einbruch im zweiten Quartal und eine Rezession aufs ganze Jahr betrachtet.

In Anspielung auf China, wo erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen wurde, sagte Trump: "Niemand mit Ausnahme von einem Land kann für das, was passiert ist, zur Rechenschaft gezogen werden. Niemand beschuldigt hier irgendwen." Trump macht China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich und hat bereits Konsequenzen angedroht. Am Montag sagte Trump, es gebe viele Wege, wie China zur Rechenschaft gezogen werden könnte.

mik/dpa