Jüngste Coronawellen 383 Millionen Stunden Arbeit mussten ausfallen

Millionenfach krank: Die vierte und die fünfte Coronawelle führten zu massiven Fehlzeiten. Der häufigste Grund unterscheidet sich allerdings von den ersten Wellen.
Wegweiser zu einer Corona-Teststation in München (2021)

Wegweiser zu einer Corona-Teststation in München (2021)

Foto: CHRISTOF STACHE / AFP

Die vierte und die fünfte Coronawelle haben nach einer Studie insgesamt für einen Arbeitsausfall von schätzungsweise 383 Millionen Stunden gesorgt. Damit hat die Arbeitszeit pro erwerbstätiger Person von Oktober 2021 bis Februar 2022 wegen erhöhten Krankenstands und verstärkter Quarantänemaßnahmen um 8,4 Stunden abgenommen.

Errechnet hat diese Daten das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Durch diese Entwicklung ergebe sich ein Rückgang des Arbeitsvolumens um 1,5 Prozent, verglichen mit dem von fünf Monaten vor der Coronakrise.

Die Arbeitszeitausfälle aufgrund von Kurzarbeit, Kündigungen oder unterbliebenen Einstellungen seien dabei noch nicht einmal inbegriffen. Das erläuterten Susanne Wanger und Enzo Weber vom IAB. Die beiden haben die Studie verfasst.

Hauptursache für die Ausfälle in der vierten und der fünften Welle waren demnach krankheitsbedingte Abwesenheiten vom Arbeitsplatz. In der zweiten Welle seien dagegen vor allem geschlossene Schulen und Kitas für die Arbeitsausfälle verantwortlich gewesen.

mamk/dpa
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