Coronakrise H&M rutscht tief in die roten Zahlen

Die Coronakrise hat den Modekonzern H&M schwer getroffen. Die Schließung der Läden führte im zweiten Quartal zu einem Verlust von 470 Millionen Euro.
H&M-Filiale in New York: Liquidität nicht gefährdet

H&M-Filiale in New York: Liquidität nicht gefährdet

Foto: Lev Radin/ imago images/Pacific Press Agency

Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz hat wegen der Coronakrise im zweiten Geschäftsquartal ein deutliches Minus eingefahren. Das zweite Quartal des Geschäftsjahres begann Anfang März und lief bis Ende Mai, es umspannt damit die bisherige Hochphase der Coronakrise in Europa. Im Berichtszeitraum belief sich der Verlust nach Steuern auf umgerechnet 470 Millionen Euro, wie der Konzern am Freitag in Stockholm mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte H&M noch einen Gewinn von 430 Millionen Euro eingefahren.

Trotz der Belastungen verfügt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge über ausreichend Liquidität: Ende Mai belief sich der Barmittelbestand demnach auf 1,21 Milliarden Euro.

Nach Konzernangaben waren Mitte April rund 80 Prozent der H&M-Filialen geschlossen. Zwar konnte das Onlinegeschäft im gesamten Quartal fast um ein Drittel zulegen, trotzdem sanken die Gesamterlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf 2,7 Milliarden Euro. Der Konzern will nun im Laufe des Jahres sein Filialnetz weltweit um rund 40 Läden verkleinern.

 

 

mik/dpa-AFX
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