Coronakrise Weltwirtschaft könnte um 4,4 Prozent schrumpfen

Die globale Wirtschaft könnte 2020 wegen der Coronakrise heftig einbrechen. Das ergibt eine Umfrage unter 950 Wirtschaftsexperten aus 110 Ländern. Strittig ist, wie wirksam welche Krisenmaßnahmen sind.
Containerterminal im Hamburger Hafen

Containerterminal im Hamburger Hafen

Foto: Axel Heimken/ picture alliance/dpa

Die Coronakrise lässt die Weltwirtschaft drastisch schrumpfen. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts und des Forschungsnetzes EconPol Europe unter 950 Wirtschaftsexperten aus 110 Ländern könnte die globale Wirtschaft 2020 um 4,4 Prozent schrumpfen.

Die Erholung dürfte mit plus 3,2 Prozent im nächsten Jahr langsamer verlaufen. Es könnte vielerorts mindestens bis 2022 dauern, ehe das Vorkrisenniveau wieder erreicht sei, hieß es.

Als wirksamste wirtschaftspolitische Maßnahmen nennen die Experten Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Firmen sowie Verbesserungen der Gesundheitssysteme. Kurzarbeit indes sehen vor allem Ökonomen aus Ländern, in denen sie eingesetzt werde, als sehr geeignet an. Viele Fachleute plädierten zudem auch für vorübergehende Steuerstundungen und zusätzliche Kinderbetreuungsangebote.

ssu/Reuters
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