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Wirtschaftsexperten im Streitgespräch "Die Lösung des Problems wird genau das sein, was Sie als Ursache sehen"

Bestsellerautor Marc Friedrich hat einen massiven Crash prophezeit und sieht sich durch die Pandemie bestätigt. Der Ökonom Peter Bofinger hält die Thesen noch immer für Quatsch.
Ein Interview von Tim Bartz und Armin Mahler
aus DER SPIEGEL 15/2020
Autor Friedrich, Ökonom Bofinger: "Seien Sie nicht so negativ"

Autor Friedrich, Ökonom Bofinger: "Seien Sie nicht so negativ"

Foto:

Andreas Reeg

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SPIEGEL: Herr Friedrich, im Dezember  haben wir mit Ihnen und Herrn Bofinger ein Streitgespräch über den von Ihnen pro­gnostizierten größten Crash aller Zeiten  geführt. Seither sind die Börsenindizes teilweise um bis zu 40 Prozent eingebrochen. Fühlen Sie sich bestätigt?

Friedrich: Mir war klar, dass der Crash irgendwann kommen würde, mir war nur nicht klar, was der Auslöser sein würde. Das Coronavirus hat das Ganze beschleunigt, es war die Nadel, die die Finanzmarktblase zum Platzen gebracht hat. Dass eine Rezession kommen musste, habe ich ja immer gesagt, weil die Märkte seit Jahren aus dem Gleichgewicht sind.

SPIEGEL: Das sehen Sie sicher anders, Herr Bofinger.

Bofinger: Natürlich. Ich finde es abenteuerlich, das Coronavirus zu instrumentalisieren. Die ganzen wirtschaftlichen Probleme sind ja nur entstanden durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche. Der Shutdown hat die gesamte Wirtschaft lahmgelegt. Betroffen sind nicht hoch verschuldete Unternehmen, sondern der Einzelhandel, der Mittelstand. Die hatten zuvor keine Finanzierungsprobleme.

Friedrich: Beim letzten Punkt bin ich ganz bei Ihnen.

Bofinger: Moment. Ihre These war doch: Wir haben eine Überschuldung in der Welt und negative Zinsen, deshalb kommt es zu einer Krise in der Finanzwirtschaft. Das Virus trifft jetzt aber vor allem die Realwirtschaft. Wie sich das auf die Finanzwirtschaft auswirkt, muss man erst mal sehen.

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