Verluste durch Coronavirus Wirte und Hoteliers fordern Staatshilfen

Durch die Folgen von Covid-19 könnten bei Hotels und Gaststätten "Existenzen vernichtet werden", warnt der Branchenverband Dehoga - und schlägt vereinfachte Kurzarbeit und Steuersenkungen vor.
Ausgehen in Zeiten des Virus: Passantin vor einem Restaurant in Mailand

Ausgehen in Zeiten des Virus: Passantin vor einem Restaurant in Mailand

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Claudio Furlan/ dpa

Sei es die die Absage der Leipziger Buchmesse, die Flugstreichungen der Lufthansa oder zahlreiche Stornierungen in der Tourismusbranche: Die Zeichen häufen sich, dass die Corona-Krise für das Gastronomie- und Hotelgewerbe zum ernsthaften Problem wird. Vor diesem Hintergrund fordert die Branche nun Staatshilfen.

Von den Absagen von Großveranstaltungen und Messen seien Hotels, Eventcaterer und Gastronomiebetriebe "massiv betroffen", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es dürfe nicht zugelassen werden, "dass Existenzen vernichtet werden".

Private Nachfrage vergleichsweise stabil

Von der Ausbreitung des Coronavirus seien Firmen des Gastronomie- und Hotelgewerbes vor allem in den Messestädten betroffen, so Hartges weiter. Aber auch Hotels und Gastronomiebetriebe in kleineren und mittleren Städten beklagten zunehmend Stornierungen von Firmenveranstaltungen. Zudem fehlten Neubuchungen von Geschäftsreisenden. Die private Nachfrage sei hingegen - mit Ausnahmen in stark betroffenen Regionen - vergleichsweise stabil.

Von der Bundesregierung fordert die Dehoga-Chefin Unterstützung in Form von Liquiditätshilfen und Förderprogrammen. Auch müsse die Kurzarbeiterregelung "schnellstmöglich" vereinfacht werden. Zudem solle es Steuererleichterungen geben, wie etwa die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf innerhalb von Restaurants verzehrte Speisen von 19 auf sieben Prozent.

Wegen Covid-19 sind in Deutschland bereits eine Reihe von Großveranstaltungen abgesagt oder verschoben worden, darunter auch die Tourismusmesse ITB in Berlin und die Hannover Messe.

dab/dpa
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