Größter Öl- und Gas-Produzent in der EU Dänemark beendet Bohrungen in der Nordsee – im Jahr 2050

Das Parlament in Kopenhagen hat das Ende der dänischen Öl- und Gasförderung in der Nordsee beschlossen – für das Jahr 2050. Umweltschützer kritisieren das späte Ausstiegsdatum.
Dänische Ölplattform »RB-PLUS Halfdan« in der Nordsee (Archivbild)

Dänische Ölplattform »RB-PLUS Halfdan« in der Nordsee (Archivbild)

Foto: Claus Fisker/ picture alliance / dpa

Dänemark will bis 2050 die gesamte Öl- und Gasförderung in der Nordsee einstellen. Das Parlament hat entsprechenden Plänen der Regierung zugestimmt. »Wir setzen jetzt dem fossilen Zeitalter ein endgültiges Ende«, sagte Klima- und Energieminister Dan Jörgensen.

Eine Lizenzvergaberunde, die die Ölförderung bis 2055 zugelassen hätte, wurde gestoppt.

Umweltverbände begrüßten die Entscheidung, kritisierten jedoch, dass das Enddatum 2050 in so weiter Ferne liege. »Dieses Abkommen ist ein Sieg für die gesamte Klimabewegung«, sagte Maria Reumert Gjerding von der dänischen Gesellschaft für Naturschutz. »Jetzt wird es die Aufgabe sein, auf ein früheres Enddatum zu dringen.«

Umweltminister Jørgensen rechtfertigte das Enddatum 2050: »Wenn wir 2030 oder 2040 aufhören würden, müssten wir den Unternehmen, die in Anlagen und Ausrüstungen investiert haben, eine Entschädigung zahlen.«

Dänemark ist Vorreiter im Klimaschutz

Dänemark ist der größte Produzent von Öl und Gas in der Europäischen Union. Das Land hat sich im vergangenen Jahr eines der weltweit ehrgeizigsten Klimaziele gesetzt und will den Treibhausgasausstoß bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 70 Prozent senken. Bis 2050 will man auch klimaneutral sein.

bah/dpa/Reuters
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