Daimler-Hickhack Neue Verwirrung um Zukunft des Smart

Die Zweifel an der Überlebensfähigkeit der Kleinstmarke Smart bleiben bestehen: Ein Medienbericht bringt Peugeot als neuen Kooperationspartner ins Spiel. Möglich sei auch, dass die Miniautos künftig von Mercedes-Händlern verkauft würden.


Smart-Modell: Zu klein zum Überleben?

Smart-Modell: Zu klein zum Überleben?

Stuttgart - Unter Berufung auf die Umgebung des Unternehmens schreibt die "Süddeutsche", ein Verlust von 400 Millionen Euro alleine in diesem Jahr habe Zweifel genährt, ob Smart langfristig als Premiummarke erhalten bleiben könne, die höhere Preise rechtfertigt als Konkurrenzfahrzeuge. "Das wird gerade intern diskutiert", zitierte das Blatt Unternehmenskreise.

Ein Unternehmenssprecher dementierte solche Überlegungen am Dienstagabend und verwies stattdessen allgemein auf im Zusammenhang mit den Zahlen für das dritte Quartal genannten Handlungsbedarf bei der Effizienzsteigerung.

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Daimler-Hickhack: Neue Zweifel an Zukunft des Smart

Ende Oktober hatte es bereits Verwirrung um die weitere Existenz des Smart gegeben. Finanzvorstand Manfred Gentz hatte die Marke als düsteren Sanierungsfall dargestellt und zunächst gesagt, es seien alle Optionen offen. Später waren Schließung und Verkauf der Marke ausgeschlossen worden; eine Neuausrichtung des Businessplans wurde aber ausdrücklich als Alternative genannt.

Anreize für Benz-Händler?

Nach Angaben der "Süddeutschen" sieht einer der Rettungspläne nun vor, im Handel die Trennung der Marken Mercedes und Smart aufzuheben. Dazu müssten den Mercedes-Händlern aber noch Anreize geboten werden.

Ebenfalls in Vorbereitung sei eine enge Kooperation von Smart mit dem französischen Wettbewerber Peugeot Chart zeigen zur Entwicklung und Produktion neuer zwei- und viersitziger Kleinwagen.

DaimlerChryslerChart zeigen brauche hier einen Partner, weil die Smart-Stückzahlen allein nicht ausreichten, um günstige Produktionskosten zu erzielen. Bisher hatte Smart mit dem japanischen DaimlerChrysler-Partner Mitsubishi kooperiert, mit dem das Unternehmen das in diesem Jahr präsentierte Modell Smart Forfour baut. Nach dem Teilrückzug des Stuttgarter Konzerns stehe diese Kooperation aber vor dem Aus, so der Zeitungsbericht. Ein Smart-Sprecher betonte hingegen, alle gemeinsamen Projekte mit Mitsubishi liefen weiter. Zuletzt hatte es auch Berichte über eine Zusammenarbeit zwischen Peugeot und Mitsubishi gegeben.



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