DaimlerChrysler Gerüchte um Verkauf der Hyundai-Beteiligung sind falsch

DaimlerChrysler hat seinen Mitsubishi-Statthalter zurückgepfiffen. Die Partnerschaft mit dem südkoreanischen Autohersteller Hyundai stehe nicht zur Disposition.


DaimlerChrysler-Zentrale in Stuttgart
DPA

DaimlerChrysler-Zentrale in Stuttgart

Stuttgart - DaimlerChrysler-Sprecher Thomas Fröhlich sagte am Dienstag: "Wir behalten unseren Hyundai-Anteil, dies ist ein integraler Bestandteil unserer Asien-Strategie". Fröhlich ergänzte, die Verhandlungen mit dem südkoreanischen Automobilproduzenten über ein Joint Venture zur Produktion von Nutzfahrzeugen dauerten an, mit einem Abschluss werde im zweiten Quartal gerechnet.

Fröhlich widersprach damit einer Meldung im Magazin "Automotive News", nach der DaimlerChrysler nach der Aufstockung seiner Anteile an dem japanischen Partner Mitsubishi Motors seine Pläne für ein Gemeinschaftsunternehmen aufgeben wolle.

"Es macht keinen Sinn, im Dreieck zu springen und in einer Partnerschaft aus drei Unternehmen zu arbeiten", zitierte "Automotive News" Rolf Eckrodt, der seit Januar bei Mitsubishi für das Tagesgeschäft zuständig ist. "Es ist wichtig, sich voll auf einen Partner in Asien zu konzentrieren. Das wird Mitsubishi sein." DaimlerChrysler hatte in der vergangenen Woche angekündigt, von Volvo dessen 3,3-Prozent-Anteil an Mitsubishi zu übernehmen, wodurch DaimlerChrysler auf die profitable Lkw-Sparte des japanischen Konzerns zugreifen kann.

Eckrodt sagte dem Magazin weiter, DaimlerChrysler wolle wegen der verbesserten Partnerschaft mit Mitsubishi die Gespräche über die Entwicklung eines Kleinwagens und ein paritätisches Joint Venture im Lkw-Bereich mit Hyundai absagen. Eckrodt wollte sich indes nicht dazu äußern, ob DaimlerChrysler im Rahmen ihrer globalen Expansionsstrategie ihre zehnprozentige Beteiligung an Hyundai, die sie im vergangenen Jahr für gut eine Milliarde Mark gekauft hatte, zu veräußern plane.



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