DaimlerChrysler Kleinaktionäre wollen Entlastung verweigern

Die Schutzvereinigungen der Kleinanleger erheben schwere Vorwürfe gegen DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp. Sie wollen ihm und seinen Vorstandskollegen keine Entlastung erteilen.


Ärger mit den kleinen Aktionären: Jürgen Schrempp
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Ärger mit den kleinen Aktionären: Jürgen Schrempp

Düsseldorf - Den Aktionären sei verschwiegen worden, dass Chrysler "schon bei einer leicht schwächeren Automobilkonjunktur ein Sanierungsfall" sei, teilte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) mit. Auch bei Mitsubishi sei von einem höheren Sanierungsaufwand auszugehen, als er bisher angegeben wurde, so die Kritik der Aktionärsschützer. Das Management der Stuttgarter habe die Risiken einer Welt-AG "sträflich vernachlässigt", deshalb werde man auf der Hauptversammlung am 11. April einer Entlastung nicht zustimmen.

Die Halbierung des Aktienkurses seit der Ankündigung der Fusion mit Chrysler zeige den "Vertrauensverlust" des Vorstandes, erklärte die DSW weiter. Einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates, die bereits Aufsichtsratsmitglieder der früheren Daimler-Benz AG gewesen seien, treffe der gleiche Vorwurf.

Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) will den Gremien ebenfalls keine Entlastung erteilen.



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