DaimlerChrysler Neue Krise durch Truck-Tochter?

Immer neue Belastungen für die Bilanz von DaimlerChrysler tauchen auf. Einem Bericht zufolge hat Freightliner, die amerikanische Truck-Tochter des Konzerns, erhebliche Probleme.


Freightliner: Truck made in the USA
Freightliner

Freightliner: Truck made in the USA

Willoughby - Bei Freightliner-Händlern türme sich ein Berg von insgesamt 45.000 neuen und gebrauchten Trucks, meldet das "Wall Street Journal". Allein im Januar brach der Absatz neuer Fahrzeuge um 37 Prozent ein. Das treibt die Preise der schweren Lkw der Klasse 8 in den Keller. Auf Freightliner und die Konzern-Finanzsparte Mercedes Benz Credit Corp. könnten damit hohe Verluste zukommen. Analysten gehen von zusätzlichen Abschreibungen in Höhe von 145 Millionen Dollar aus. Der Verlust von Freightliner wird dieses Jahr zwischen 350 und 500 Millionen Dollar liegen.

Die Zeitung zitiert ein internes Schreiben von Freightliner-Präsident James Hebe, in dem dieser "fundamentale Schritte" fordert. "Business as usual" werde nicht reichen, um die Probleme zu lösen. Ohne in Details zu gehen, habe Hebe die größte Attacke auf den Markt angekündigt, die der Markt je gesehen hat.

Freightliner, die in den USA bei den schweren Trucks einen Marktanteil von 40 Prozent haben, hatte bereits Anfang des Jahres die Produktion zurückgefahren und die Hälfte der Belegschaft in zwei Werken in Portland abgebaut. DaimlerChrysler hat sich bislang zu den Problemen bei Freightliner nicht offiziell geäußert. Allerdings hat die Rating-Agentur Standard & Poor's ihre Herunterstufung der Bonität der Stuttgarter auch mit Problemen bei dem Truck-Produzenten begründet.



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