DaimlerChrysler Streit um Subventionen

DaimlerChrysler soll für sein Motorenwerk im thüringischen Kölleda Regionalbeihilfen in Höhe von 63,8 Millionen Euro bekommen. Die EU-Kommission meldet Widerstand an.

Brüssel/Kölleda - Die staatliche Beihilfe für das Werk entspreche möglicherweise nicht den EU-Regeln, teilte die Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Die Wettbewerbshüter bezweifeln unter anderem, ob die Beihilfe verhältnismäßig ist.

Die Konzerne wollen insgesamt 244 Millionen Euro in das neue Werk investieren, schrieb die Kommission. Dort sollen 500 neue Stellen geschaffen werden. Die Motoren seien für eine geplante gemeinsame Personenwagen-Plattform von DaimlerChrysler/Mitsubishi bestimmt. Das Modell solle künftig im niederländischen Born für Europa und in einem Mitsubishi-Werk in Japan für Asien hergestellt werden.

DaimlerChrysler habe verschiedene Standorte geprüft. Die beste Alternative zu Kölleda wären Investitionen in Nyergesujfalu (Ungarn), hieß es. Eine endgültige Entscheidung über den Produktionsstandort sei noch nicht gefallen.

Deutschland muss nun innerhalb eines Monats weitere Informationen nach Brüssel schicken. Beihilfeverfahren dauern in der Regel bis zu 18 Monate. Während der Prüfung dürfen keine Hilfen fließen.

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