DaimlerChrysler Stuttgarter schielen auf Daewoo-Tochter Ssangyong

Die Gerüchteküche um die Übernahme eines Autoherstellers in Südkorea durch DaimlerChrysler brodelt weiter. Die Stuttgarter wollen offenbar nicht den ganzen Zweig von Daewoo Motors schlucken, sondern nur die Tochter Ssangyong Motor.


SsangYong: Geländewagen Musso

SsangYong: Geländewagen Musso

Seoul - Aus Kreisen der südkoreanischen Regierung sollen entsprechende Andeutungen gemacht worden sein, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap. Demnach sei DaimlerChrysler aus dem Bietverfahren für Daewoo ausgestiegen und habe jetzt nur noch Interesse an der Nutzfahrzeugtochter Ssangyong. Der Stuttgarter Konzern hält bereits drei Prozent an dem Unternehmen.

Der finanziell angeschlagene Mischkonzern Daewoo, soll in den nächsten Monaten zerschlagen, die Einzelunternehmen dann versteigert werden. Gläubigerfirmen und Regierung setzen bislang auf einen Verkauf von Daewoo Motor und Ssangyong Motor im Paket; Presseberichten zufolge könnten sie sich jedoch flexibel zeigen, wenn DaimlerChrysler ein besseres Angebot als die Mitbieter General Motors und Ford macht. Den Gläubigern sollen bis Monatsende erste Absichtserklärungen von Bietern zum Kauf von Daewoo Motors vorliegen.

Ssangyong importiert DaimlerChrysler-Motoren für seine Modelle Chairman und Istana. 1997 fertigte Ssangyong noch 56.329 Fahrzeuge. Im darauffolgenden Jahr brach die Produktion ein (32.753), 1999 ist die Produktivität wieder auf 58.807 Fahrzeuge angewachsen, und in diesem Jahr sollen sogar mehr als 62.000 Einheiten vom Band rollen.



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