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17. August 2000, 14:44 Uhr

debitel

Swisscom zieht sich nicht zurück

Swisscom denkt nicht über eine Reduzierung ihrer Beteiligung bei der Stuttgarter Telefongesellschaft debitel nach. Das Unternehmen bestätigte aber, dass es auf Partnersuche sei.

Stuttgart/Bern - Swisscom wolle ihren Anteil an debitel von 74 Prozent auf 50 Prozent plus eine Aktie abbauen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Swisscom-Sprecherin Renate Cosby wies diesen Bericht aber zurück.

"Davon höre ich zum ersten Mal", sagte Cosby. Allerdings sei Swisscom derzeit auf der Suche nach Partnern, die die neuen Mobilfunk-Lizenzen ersteigerten. Ein Weg, um dies zu finanzieren, sei eine Zusammenlegung der Mobilfunk-Aktivitäten von Swisscom und debitel, sagte Cosby.

Die Schweizer Telefongesellschaft will sich jedoch offenbar von ihren Anteilen an der Stuttgarter Telefongesellschaft tesion trennen. Es gebe derzeit Gespräche mit dem zweiten Anteilseigner von tesion, der Energie Baden-Württemberg (EnBW), bestätigte Cosby. Beide Unternehmen sind derzeit zu je 50 Prozent Eigentümer von tesion. Im Umfeld der Unternehmen wurden Berichte über einen bevorstehenden Ausstieg von Swisscom bei tesion als "nicht falsch" kommentiert.

EnBW-Sprecher Klaus Wertel sagte: "Es gibt seit einem Jahr Gespräche, wie man die internen Abläufe optimieren kann." Tesion sei für die EnBW vor allem wegen des Powerline-Projekts, bei dem Internetzugänge über die Stromleitung ermöglicht werden, von Bedeutung. Das Unternehmen rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatz von etwa 160 Millionen Mark, die Zahl der Mitarbeiter soll bis Jahresende auf 450 aufgestockt werden.

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