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Der Nudel-Riese schlägt zurück

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aus DER SPIEGEL 37/1985

Eine vorlaute Skandalmeldung kann die baden-württembergische Landesregierung viel Geld kosten. Das Stuttgarter Regierungspräsidium hatte Mitte August vor dem Verzehr deutscher Eiernudeln gewarnt. Vor allem Produkte des Branchenführers Birkel, warnte die Behörde, enthielten Spuren verseuchter Flüssig-Eier. Die Horrormeldung mußte zwar wenige Tage später als falsch zurückgenommen werden - dennoch sackten die Birkel-Umsätze um 50 Prozent. Eilig schlugen die Nudel-Macher zurück: In einer 1,5 Millionen Mark teuren Anzeigenkampagne wurden Schadensersatzklagen gegen die Landesregierung angekündigt. Bislang geschätzter Verlust für Birkel: 1,5 Millionen Mark. Außerdem sollen die Stuttgarter die Anzeigenkampagne bezahlen.

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