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Der Wolff-Konzern gerät wieder unter Druck

aus DER SPIEGEL 44/1987

Für die Otto-Wolff-Gruppe mit 5,1 Milliarden Mark Umsatz eines der letzten großen deutschen Familienunternehmen, wird es eng. Das Management unter der Führung von Arend Oetker, dem Schwiegersohn von Inhaber Otto Wolff von Amerongen, bekommt die Probleme bei der Tochterfirma PHB Weserhütte (PWH) nicht in den Griff. Bei dem Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen, dem Kernstück der Kölner Stahl- und Handelsgruppe, zehren die Verluste schon wieder an der Substanz. Die Nachfrage nach Rampen, Rangieranlagen und Bergwerksgerät ist drastischer als erwartet zurückgegangen. Mit Krediten der Deutschen Bank und einem tiefen Griff in die Familienschatulle hatten Wolff und Oetker den dreistelligen Millionenverlust im Jahr 1986 ausbügeln können. Fraglich ist,ob die Deutsche Bank jetzt wieder mit großzügigen Krediten aushilft. Gespräche mit dem Thyssen-Konzern, der wesentliche Teile der Wolff-Gruppe übernehmen soll,kamen nicht zügig genug voran. Thyssen wäre zwar an einer Übernahme der Stahlverarbeitung und einiger anderer Wolff-Tochterfirmen interessiert. Doch eine-von Wolff und Oetker gewünschte-Beteiligung an der maroden PWH mochten die Stahlmanager nicht akzeptieren.

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