Derivatehandel Französische Sparkasse verliert 600 Millionen Euro

Die französische Sparkasse hat an der Börse rund 600 Millionen Euro verloren: Als die Finanzkrise ausbrach, wurde der Handel mit Aktienderivaten zum Verlustgeschäft. Wegen des Vorfalls wurde ein Top-Manager entlassen.


Paris - Die französische Sparkasse hat nach eigenen Angaben bei einem "Vorfall" an der Börse rund 600 Millionen Euro verloren. Der Verlust habe sich Anfang des Monats, als die Märkte eingebrochen waren, beim Handel mit Aktienderivaten ereignet, teilte die Dachgesellschaft der Caisse d’Epargne (CNCE) am Freitag mit.

Es habe sich um ein eigenes Geschäft des Instituts gehandelt, für die Kunden habe der Vorfall keine Folgen. Mit einem Eigenkapital von "über 20 Milliarden Euro" und ihrer "starken Liquidität" stünden die Sparkassen gut genug da, als dass der Verlust sie ins Wanken bringen könne. Ein Top-Manager habe wegen des Vorfalls gehen müssen.

Frankreichs Sparkassen hatten vergangene Woche einen Zusammenschluss mit der Genossenschaftsbank Banque Populaire angekündigt. Durch die geplante Fusion würde die zweitgrößte französische Bankengruppe mit Einlagen von 480 Milliarden Euro, 8200 Filialen und knapp 100.000 Mitarbeitern entstehen, wie es in der Erklärung hieß.

amz/AFP



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