Deutsche Autobahnen Briten übernehmen Raststätten

Ausverkauf auf der Autobahn: Die Mehrzahl der deutschen Raststätten werden an einen britischen Finanzinvestor verkauft. Ein deutscher Mitbieter hatte das Nachsehen.


Künftig von britischer Gesellschaft betrieben: Autobahn-Raststätten in Deutschland
DPA

Künftig von britischer Gesellschaft betrieben: Autobahn-Raststätten in Deutschland

Frankfurt/Main - Sie habe eine Vereinbarung zum Erwerb der Gesellschaft Autobahn Tank & Rast erzielt, welche die meisten deutschen Autobahnraststätten betreibt, teilte die Londoner Gesellschaft Terra Firma am Mittwochabend mit. Der Betrieb solle aber langfristig als eigenständiges Unternehmen weitergeführt werden. Auch die Hauptaktionäre der Tank & Rast, Lufthansa, Allianz Capital Partners und die Fondsgesellschaft Apax, bestätigten den Verkauf. Über den Preis wurde zunächst nichts bekannt.

Medienberichten zufolge hatte es für die Übernahme der ehemals bundeseigenen Tank & Rast, die 338 Tankstellen und 381 Raststätten in Deutschland betreibt, zuletzt Angebote von mehr als einer Milliarde Euro gegeben. Deshalb seien auch Pläne abgesagt worden, die Firma an die Börse zu bringen.

Neben Terra Firma hatte auch der ehemalige deutsche Bäckerei-Unternehmer Heiner Kamps mitgeboten. Kamps erklärte am Abend, er habe sich seit Juni um Tank & Rast bemüht und genügend Kapital gehabt. Bei der Entscheidung gegen ihn sei jedoch offensichtlich der Zeitfaktor entscheidend gewesen: "Ich hätte nur noch etwas Zeit benötigt, um die entsprechenden Firmenstrukturen aufzubauen," hieß es in einer in Düsseldorf verbreiteten Erklärung Kamps'.



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