Deutsche Bank 60 Prozent mehr Gehalt für Ackermann

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gönnt sich angesichts der besseren Unternehmenszahlen eine kräftige Gehaltserhöhung. Seine Bezüge seien von 2002 bis 2003 um mehr als die Hälfte gestiegen, so ein Zeitungsbericht.


Deutsche-Bank-Chef Ackermann beim Mannesmann-Prozess: Kein Problem mit hohen Gehältern
AP

Deutsche-Bank-Chef Ackermann beim Mannesmann-Prozess: Kein Problem mit hohen Gehältern

Hamburg - Im vergangenen Jahr habe Ackermann rund 11 Millionen Euro verdient, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf eine Pflichtmeldung an die US-Börsenaufsicht SEC. Ein Jahr zuvor hatte der Deutsche-Bank-Chef noch 6,9 Millionen Euro für seine Dienste bekommen, was auf der Hauptversammlung für Unmut sorgte.

Die Vergrößerung des Gehaltspaketes stützt sich der Zeitung zufolge größtenteils auf erfolgsabhängige Komponenten. Das Fixum betrage nur rund eine Million Euro, der Rest bestehe aus Aktienoptionen, deren Volumen sich nach Kennzahlen wie der Eigenkapitalrendite richte.

Hier kann Ackermann tatsächlich auf Erfolge verweisen. Die Eigenkapitalrendite, also die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, stieg 2003 auf 13 Prozent und war damit etwa zweieinhalb mal so hoch wie im Jahr davor. Die Dividende für Aktionäre konnte deshalb um rund 15 Prozent erhöht werden.

Der Aktienkurs Chart zeigen hat ebenfalls kräftig zugelegt, am Montag notierte das Papier zu Handelsschluss bei 75,35 Euro.Vor einem Jahr war die Deutsche-Bank-Aktie noch unter 35 Euro zu haben. Für einen Großteil des momentanen Kurszuwachses sind allerdings Übernahmespekulationen verantwortlich. Unter Börsianern wird für möglich gehalten, dass große US-Banken wie JP Morgan oder die Citibank bei der größten deutschen Bank einsteigen könnten.



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