Deutsche Bank Dresdner-Vorstand lässt die Fusion platzen

Der interne Krach ist offensichtlich unüberwindbar. Der Vorstand der Dresdner Bank hat einstimmig beschlossen, den geplanten Fusionsprozess mit der Deutschen Bank mit sofortiger Wirkung abzubrechen.


Tischtuch zerschnitten: Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer und sein Dresdner-Kollege Bernhard Walter
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Tischtuch zerschnitten: Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer und sein Dresdner-Kollege Bernhard Walter

Frankfurt am Main - Die Dresdner Bank begründete den Ausstieg damit, dass die Deutsche Bank die Investmentsparte der Dresdner, Kleinwort Benson, ganz oder zumindest in Teilen verkaufen wollte. Damit habe die weit größere Deutsche Bank die Vertrauensbasis für die Fusion entzogen, ein Zusammenschluss unter Gleichen, wie ursprünglich vereinbart, sei insofern nicht mehr gegeben, teilte die Dresdner mit.

Die vor wenigen Wochen vereinbarte Zusammenschluss der beiden Geldhäuser hatte schnell zu Reibereien geführt. Ärger gab es zuvor auch schon wegen der geplanten Auslagerung von weniger vermögenden Privatkunden zur Bank 24. Dabei waren die zuständigen Vorstände beider Banken aneinandergeraten.

Die Aktien beider Banken wurden vom Börsenhandel ausgesetzt. Näheres wollen die Unternehmen im Laufe des Nachmittags bekannt geben.



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