Deutsche Bank Start an der Wall Street

Noch im Frühjahr will die Deutsche Bank ihre Aufnahme an der New Yorker Börse beantragen. Die US-Aktien könnten künftig für Zukäufe genutzt werden.


Deutsche-Bank- Vorstand Clemens Börsig: US-Notierung so schnell wie möglich

Deutsche-Bank- Vorstand Clemens Börsig: US-Notierung so schnell wie möglich

Frankfurt am Main - Im April oder Mai werden die Unterlagen bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsicht SEC eingereicht, meldet die "Börsen-Zeitung". Die Deutsche Bank verfolge für das US-Listing einen "sehr aggressiven" internen Zeitplan, wird Finanzvorstand Clemens Börsig zitiert.

Der Geldkonzern werde als Voraussetzung für den Gang an die Wall Street demnächst ein komplettes Zahlenwerk gemäß dem amerikanischen Rechnungslegungsstandard US-GAAP vorlegen. Nach einer voraussichtlich kurzen Übergangszeit will die Deutsche Bank Zahlen dann nur noch auf US-GAAP-Basis veröffentlichen, sagt Börsig.

Das Institut verspreche sich von dem US-Listing "zweifellos einen Reputationsgewinn". Natürlich könne man die Aktie nach der Notierung in New York auch als Akquisitionswährung einsetzen, sprich: Zukäufe mit Aktien bezahlen.

Auf Grund neuer Bilanzierungsregeln, die in den USA geplant sind, werden bei der Deutschen Bank künftig voraussichtlich Goodwill-Abschreibungen in der Größenordnung von 650 Millionen Euro pro Jahr entfallen.



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