Deutsche Börse 30 Firmen aus China drängen nach Frankfurt

Die Deutsche Börse wirbt kräftig um Unternehmen aus China - mit überraschendem Erfolg: Über 30 Firmen aus dem Reich der Mitte liebäugeln schon mit dem deutschen Börsenplatz. Einer der Gründe: Das Listing in Frankfurt ist verhältnismäßig preiswert.


Shanghai - Der Maschinenbauer Shandong Gongyou wird wahrscheinlich in der ersten Hälfte 2007 das erste Unternehmen sein, dass sich in Frankfurt listen lässt, erklärte Alexander Graf von Preysing von der Deutschen Börse Chart zeigen der Zeitung "Shanghai Security News". Eine oder zwei weitere Firmen könnten in den ersten sechs Monaten des kommenden Jahres folgen. Insgesamt hätten schon 30 chinesische Unternehmen ihr Interesse an einem Listing in Frankfurt angemeldet. Sie kämen aus den Branchen Autozulieferer, erneuerbare Energien, Informationstechnologie, Elektronik und Medien, sagte von Preysing weiter.

Das rege Interesse am deutschen Aktienmarkt wundert Preysing nicht: Deutschland biete "relativ niedrige" Kosten eines Börsengangs und zudem Einnahmen in Euro, begründete er das Interesse. Vor allem aber wirbt die Deutsche Börse gerade kräftig um Kandidaten aus dem Reich der Mitte. Ende Oktober hatten die Frankfurter dazu ein Abkommen mit der Shenzhen Capital Group, dem größten Wagniskapitalgeber Chinas mit diversen Beteiligungen, geschlossen.

Vor allem kleinere und mittlere chinesische Unternehmen in Privateigentum haben in den vergangenen Jahren auch über Börsen in Europa und den USA Zugang zum Kapitalmarkt gesucht. Die meisten chinesischen Unternehmen, die ihre Kapitalausstattung aufstocken wollen, gehen aber in New York Chart zeigen, Singapur oder neuerdings auch in Hongkong an die Börse. In Europa ist bislang meist die Londoner Börse LSE Chart zeigen erste Wahl. Der Großteil der börsennotierten Unternehmen Chinas steht unter dem Einfluss des Staates.

ase/AFP/Reuters



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