Deutsche Börse Der Weg aufs Parkett ist frei

Deutsche-Börse-Chef Werner Seifert will sich per Börsengang die nötigen Mittel für mögliche Übernahmen verschaffen. Die Aktionäre hat er offenbar überzeugt: Sie stimmten einer Kapitalerhöhung zu.


Weiß die Aktionäre hinter sich: Werner Seifert
DPA

Weiß die Aktionäre hinter sich: Werner Seifert

Frankfurt am Main - Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Deutschen Börse akzeptierten die Aktionäre mit großer Mehrheit den Vorschlag einer Kapitalerhöhung. Die bis zu 2,94 Millionen neuen Aktien sollen Anfang Februar in den Amtlichen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen werden. Der Antrag auf Kapitalerhöhung erhielt nur zehn Gegenstimmen.

Die Zeichnungsfrist für die Aktien beginnt am kommenden Dienstag. Für den 5. Februar ist die Erstnotiz der Papiere geplant. Beobachter rechnen mit einem Emissionskurs zwischen 320 und 390 Euro. Vorstandschef Werner Seifert will mit dem Börsengang nach seinen eigenen Worten eine "Akquisitionswährung" schaffen, um die Voraussetzungen für mögliche Allianzen mit anderen Handelsplätzen oder gar Übernahmen zu schaffen.

Der Börsengang der Deutschen Börse war bereits seit längerem geplant. Wegen der mittlerweile gescheiterten Fusion mit der Londoner Börse unter dem Namen iX wurde er jedoch verschoben. Dazu sagte Seifert, das iX-Projekt sei "vermutlich der vorerst letzte Versuch, zwei dominante Börsengesellschaften auf dem Wege eines kooperationsartigen Zusammenschlusses zu integrieren". Der Zusammenschluss von großen Börsen in Europa stelle aber "unverändert die Kernbedingung für eine nachhaltige Konsolidierung der Börsenlandschaft dar."



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.