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21. Mai 2005, 11:35 Uhr

Deutsche Börse

Neue Hinweise auf konzertierte Hedgefonds-Aktion

Neue Briefe erregen den Verdacht der Börsenaufseher. Die Indizien für ein abgestimmtes Verhalten der Hedgefonds bei der Deutschen Börse verdichten sich.

Hamburg - TCI-Chef Christopher Hohn unterhält nach Informationen des SPIEGEL in London eine Bürogemeinschaft mit dem Hedgefonds Parvus Asset Management, der im März ein halbes Prozent der Aktien der Deutschen Börse hielt. Im gleichen Haus im Londoner Stadtteil Mayfair hat sich auch einer der größten Hedgefonds der Welt, Och-Ziff, einquartiert, der im April knapp fünf Prozent der Aktien der Deutschen Börse kontrolliert haben soll, ebenso der Hedgefonds Urwick Capital, der ein halbes Prozent hielt.

Die Finanzaufsicht BaFin hat bereits positive Anhaltspunkte gefunden, dass die verschiedenen Fonds sich in ihrer Strategie abgestimmt haben. So sind nahezu identische Briefe aufgetaucht, mit denen Investoren die Absage der Übernahme der Londoner Börse verlangt haben. Wenn Aktionären mit mindestens 30 Prozent der Stimmrechte ein gemeinsamer Plan nachgewiesen werden kann, hätten sie ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre machen müssen.

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