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Verbraucherstudie Deutsche kaufen weniger nachhaltig ein als andere Nationen

Viele Bundesbürger halten sich für besonders ökobewegt. Doch laut einer neuen Studie spielen Klima- und Sozialstandards hierzulande beim Einkauf eine deutlich kleinere Rolle als in anderen Ländern.
aus DER SPIEGEL 40/2022
Kundin im Supermarkt

Kundin im Supermarkt

Foto: imago stock / Shotshop / IMAGO

Die Deutschen halten sich gern zugute, besonders nachhaltig, umweltfreundlich und grün zu sein. Dabei interessieren sie sich offenbar weit weniger für nachhaltige Produkte als Konsumenten aus anderen Regionen der Welt. Das zumindest ist das Ergebnis einer weltweiten Studie der Beratungsfirma BCG, für die im Juni und Juli rund 19.000 Kundinnen und Kunden in acht Ländern befragt wurden.

Ob bei Unterhaltungselektronik, im Supermarkt oder auch bei Luxusgütern wie Schmuck: Klima- und Sozialstandards scheinen hierzulande beim Einkauf keine entscheidende Bedeutung zu haben. Das jedenfalls gilt im Vergleich zu Käufern aus Frankreich, Italien oder gar China. Lediglich bei der Wahl des Energieversorgers sowie bei Haushaltsprodukten spielen Nachhaltigkeitskriterien überdurchschnittlich oft eine Rolle.

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Entsprechend ist Deutschland auch bei der sogenannten Adaption Schlusslicht – also etwa bei der Frage, wie sich das eigene Konsumverhalten an strengere Klima- und Umweltziele anpassen lässt. In jeder abgefragten Produktkategorie liegen die deutschen Konsumenten unter dem Schnitt der acht befragten Länder. Besonders bei der Wahl von Hautpflegeprodukten, Baumaterialien oder dem Auto spielen Öko­kriterien eine geringe Rolle.

Während Kundinnen und Kunden in Italien oder China an­geben, sich umfassend darüber zu informieren, wie nachhaltig ihr Neuwagen ist – und dann oft ein elektrisches oder ein Hy­bridmodell kaufen – gibt mehr als die Hälfte der Bundesbürger an, solche Fahrzeuge seien ihnen zu teuer.

Sie setzen, so zeigen es die Zahlen, stattdessen auf kleinere, konventionelle Verbrenner.

Aus: DER SPIEGEL 40/2022

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