Deutsche Post Bundesnetzagentur prüft Paketpreise

Behindert die Post den Wettbewerb durch zu niedrige Paketpreise? Laut eines Zeitungsberichts prüft die Bundesnetzagentur nach der Beschwerde eines Post-Konkurrenten nun, ob Pakete zu billig verschickt werden.


Berlin/Bonn  - Die Bundesnetzagentur prüfe die Paketpreise, nachdem ein Konkurrent der Post vorgeworfen habe, mit Niedrigpreisen ihre marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen und damit den Wettbewerb zu behindern, berichtet die "Welt" in ihrer morgigen Ausgabe. "Bei uns ist ein Schreiben mit der Bitte um Prüfung der Preise der Post eingegangen, und wir haben nun Vorermittlungen eingeleitet", wird eine Behördensprecherin der Bundesnetzagentur zitiert.

Der Sprecher der Deutschen Post AG, Martin Dopychai, bestätigte den Bericht der Zeitung. "Wir sind von der Bundesnetzagentur um eine Stellungnahme gebeten worden, und das werden wir auch tun. Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass die Vorwürfe der Wettbewerber nicht stichhaltig sind", sagte er.

Nach Darstellung der "Welt" könnte die Bundesnetzagentur die Post zur Offenlegung ihrer Kalkulationen zwingen. Sollte sich herausstellen, dass die Preise nicht kostendeckend sind, könnte die Bonner Behörde von der Post eine Preiserhöhung verlangen, so die Zeitung. Die Prüfung könne mehrere Wochen dauern. Ausgelöst worden sei die Preis-Prüfung durch die Beschwerde des Post-Konkurrenten "Hermes Logistik Gruppe."

anr/ddp/dpa



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