Vermögen so hoch wie nie Deutsche besitzen 5,3 Billionen Euro

Das Geldvermögen der Deutschen ist laut dem Bankenverband BdB so groß wie nie - trotz niedriger Zinsen. Den größten Anteil am Vermögen bildet die Altersvorsorge.
Sparschwein

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Foto: Peter Kneffel/ dpa

Trotz der niedrigen Zinsen ist das Geldvermögen der Deutschen Ende 2015 auf einen Rekordwert gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr lag es um knapp fünf Prozent höher bei 5,3 Billionen Euro, wie der private Bankenverband BdB mitteilte .

Die Sparer seien weiter sehr risikoscheu, hieß es. Den größten Anteil am Geldvermögen bilden demnach mit gut zwei Billionen Euro die Ansprüche an Lebensversicherungen, Pensionskassen und andere Altersvorsorgeeinrichtungen. Mehr als 1,9 Billionen Euro horten die Deutschen demnach auf Spar-, Sicht- und Terminkonten, die kaum noch Zinsen bringen.

Aktien summierten sich nur auf insgesamt 342 Milliarden Euro und stiegen damit zwar dank Kursgewinnen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent. Der Aktienanteil am gesamten Geldvermögen der privaten Haushalte habe sich mit gut sechs Prozent aber nicht verändert.

Mit einem Plus von gut zehn Prozent seien auch die Bargeldreserven kräftig gestiegen. Dies könnte laut BdB eine Folge der Niedrigzinspolitik sein, die dazu führe, dass Anleger allenfalls nur noch einen marginalen Zins für risikoarme Anlagen bekommen. Allerdings beträgt der Anteil des Bargelds am gesamten Geldvermögen nur knapp drei Prozent.

asa/Reuters