Deutsche Telekom Keine Lust auf französische Abenteuer

Die Lizenzgebühren sind drastisch gefallen, aber Ron Sommer lässt sich nicht verlocken. Die Deutsche Telekom will kein Geld in ein UMTS-Netz in Frankreich stecken.


Ron Sommer: Das UMTS-Netz in Deutschland ist ihm schon teuer genug
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Ron Sommer: Das UMTS-Netz in Deutschland ist ihm schon teuer genug

Paris/Bonn - Das Unternehmen wolle nur dort in den Mobilfunk der dritten Generation einsteigen, wo es schon über einen Kundenstamm verfüge, teilte Telekom-Sprecher Hans Ehnert am Mittwoch in Bonn mit. Das sei vor der Preissenkung für UMTS-Lizenzen in Frankreich so gewesen und bleibe auch so.

Am Dienstag hatte die Pariser Regierung die UMTS-Eintrittskarte auf 619 Millionen Euro verbilligt, etwa ein Achtel des vorher geplanten Niveaus. Außerdem soll die Gültigkeit der UMTS-Lizenzen von ursprünglich 15 auf 20 Jahre verlängert werden.

Wirtschafts- und Finanzminister Laurent Fabius hatte sich seit Mai gegen Forderungen nach einer Gebührensenkung gewehrt und am ursprünglich geplanten Preis von 4,95 Milliarden Euro für jede der geplanten vier Lizenzen festgehalten. Zu diesem Preis ließen sich aber nur zwei Lizenzen losschlagen. Zu der ermäßigten Zugangslizenz kommen allerdings noch weitere, prozentuale Gebühren hinzu, die sich nach den Erlösen des UMTS-Funks richten.

Bislang haben nur France Télécom (Orange) und die Vivendi-Tochter SFR eine UMTS-Lizenz in Frankreich erworben.



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