Deutsche Telekom Rote Zahlen im ersten Halbjahr

Die Übernahme des US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream hat im ersten Halbjahr 2001 erheblich zum Wachstum der Deutschen Telekom beigetragen. Das US-Engagement brachte dem Telefon-Konzern aber auch einen kräftigen Verlust ein.


AP

Bonn -Wie der Bonner Telefonriese am Dienstag mitteilte, erhöhte sich der Konzernumsatz um gut 17 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss vor Sonderposten stieg nach vorläufigen Berechnungen um rund 20 Prozent auf 600 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Mobilfunk habe sich im Halbjahresvergleich mehr als verdoppelt, teilte der Konzern am Dienstag in Bonn mit.

Nach Sonderposten steht unter dem Strich für das erste Halbjahr allerdings ein Konzernverlust von 400 Millionen Euro. Mit eingeflossen in die Berechnungen sind die Goodwill-Abschreibungen in Höhe von einer Milliarde Euro, die UMTS-Kosten in Höhe von 900 Millionen Euro, der Verkauf der Sprint Anteile für eine Milliarde Euro.

Dagegen trugen die neuen US-Töchter der Deutschen Telekom, VoiceStream Wireless und Powertel, bereits 400 Millionen Euro zum Umsatz bei. Beide Gesellschaften sind seit Juni mit in die Rechnungslegung eingebunden. Die Telekom betonte, das Ebitda im Mobilfunk habe sich im Halbjahresvergleich mehr als verdoppelt. Genaue Zahlen hierzu wurden nicht genannt. Den endgültigen Halbjahresbericht will der Konzern am 28. August veröffentlichen.

Im Mobilfunkgeschäft habe man ein Teilnehmerwachstum von über 60 Prozent verzeichnet, erläuterte die Telekom weiter. In Deutschland sei T-D1 mittlerweile Marktführer, und auch VoiceStream verbuche ein starkes Wachstum. Dennoch werde es einen Börsengang der T-Mobile nicht mehr im laufenden Jahr geben. Ursprünglich sollte die Mobilfunktochter der Telekom bereits 2000 an die Börse gebracht werden. Das IPO wurde jedoch auf Grund der VoiceStream-Übernahme verschoben.



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