Zur Ausgabe
Artikel 38 / 69
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Millionenschwere Materialspende Deutscher Mobilfunker hilft beim Wiederaufbau in der Ukraine

aus DER SPIEGEL 33/2022

Der Mobilfunkanbieter O2 Telefónica spendet mehrere Tausend Netzkomponenten an die Ukraine, um das durch den Krieg zerstörte Netz wieder aufzubauen. Nach Informationen des SPIEGEL kooperiert das Münchner Unternehmen mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), um 3500 sogenannte Basis­module, Remote-Radio-Units und Richtfunkkomponenten in das Land zu bringen. Damit können etwa 2G-, 3G- und 4G-Mobilfunksignale verarbeitet und zu Netzknoten verschickt werden. Mit dem vier bis sechs Millionen Euro teuren Equipment lässt sich nach Einschätzung von Experten eine Fläche von der Größe Niedersachsens vernetzen. Laut O2 Telefónica handelt es sich »um moderne und voll funktionsfähige Technik«, die »ohne Einschränkungen« in der Ukraine eingesetzt werden könne. Die Regierung in Kiew hatte ausländische Netzbetreiber um Hilfe beim Wiederaufbau gebeten. Gemäß des BBK ist O2 Telefónica bislang das einzige deutsche Telekom-Unternehmen, das auf die Anfrage reagierte. Vodafone teilt mit, seine Partnerfirma Vodafone Ukraine direkt mit einer Gerätespende unterstützt zu haben. Man sehe aber den »größeren Bedarf« und prüfe mit der EU-Kommission, wie man helfen könne. Die Deutsche Telekom sagt, sie habe kurz nach Kriegsausbruch eine Anfrage erhalten, »allerdings sind die bei uns verbauten Komponenten nicht kompatibel mit der Technik in der Ukraine«. Aktuell liege keine weitere Anfrage vor.

bem, sbo
Mehr lesen über
Zur Ausgabe
Artikel 38 / 69
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.