Außenhandel Deutsche Exporte im September geschrumpft
Güterzug im Hamburger Hafen
Foto: Daniel Bockwoldt / dpaDie deutsche Wirtschaft ist in hohem Maße vom Außenhandel abhängig – und bekommt nun dort einen Dämpfer: Im September sind die deutschen Exporte gesunken. Im Vergleich zum August lagen sie mit 126,5 Milliarden Euro kalender- und saisonbereinigt um 2,4 Prozent niedriger, wie das Statistische Bundesamt mitteilte .
Mit 7,5 Prozent noch wesentlich höher ist das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch die Importe gingen auf einen Wert von 110 Milliarden Euro zurück, um 1,7 Prozent zum August und um 16,6 Prozent zum September 2022 – was vor allem auf die damals hohen Kosten für Energieimporte zurückzuführen sein dürfte.
Damit verzeichnet die deutsche Wirtschaft weiterhin einen Außenhandelsüberschuss, der im September allerdings leicht um 1,2 Milliarden Euro auf 16,5 Milliarden Euro sank. Größter Markt war die EU, in die Mitgliedstaaten exportierten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 69,8 Milliarden Euro und bezogen Importe im Wert von 58,7 Milliarden Euro.
Außerhalb der EU gingen die meisten Exporte mit 12,8 Milliarden Euro in die USA, nach China gingen Waren im Wert von 7,7 Milliarden Euro, in das Vereinigte Königreich im Wert von 6,3 Milliarden Euro. Bei den Importen war China (13,0 Milliarden Euro) vor den USA (7,7 Milliarden Euro) und dem Vereinigten Königreich (3,2 Milliarden Euro) der wichtigste Handelspartner.
Russland spielt infolge des Angriffskriegs auf die Ukraine inzwischen nur noch eine marginale Rolle im deutschen Außenhandel. Im September exportierten deutsche Firmen noch Waren im Wert von 0,6 Milliarden Euro in das Land, 41,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Noch deutlich stärker schrumpften im Jahresvergleich die Importe aus Russland – um 89,4 Prozent auf nun noch 0,2 Milliarden Euro.