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Finanzloch bei der Bundesagentur für Arbeit Kurzarbeit kostet 500 Millionen Euro – pro Woche

Millionen Menschen in Deutschland sind wegen der Coronakrise in Kurzarbeit – die Ausgaben dafür reißen ein Milliardenloch in die Kasse der Bundesagentur für Arbeit.
aus DER SPIEGEL 19/2021
Nürnberger Zentrale der Bundesagentur für Arbeit

Nürnberger Zentrale der Bundesagentur für Arbeit

Foto: Daniel Karmann/ DPA

Die Kosten der Kurzarbeit treiben das Defizit der Bundesagentur für Arbeit (BA) in immer neue Höhen. Inzwischen geht die BA davon aus, dass sie 2021 rund 17 Milliarden Euro an Bundeszuschuss benötigen wird, um das zu erwartende Minus auszugleichen.

Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus Zahlen der BA für den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. Ursprünglich hatte die Behörde in ihrem Haushaltsplan mit einem Zuschuss von 3,3 Milliarden Euro gerechnet. Die Gesamtausgaben für die Kurzarbeit hatte sie auf 6,1 Milliarden Euro veranschlagt. Diese Summe war jedoch schon im März erreicht. Nun rechnen BA-Chef Detlef Scheele und seine Mitarbeiter mit Gesamtkosten von 20 Milliarden Euro in diesem Jahr. Die Zahl könnte durchaus noch steigen.

Seit Januar gibt die Behörde jede Woche im Schnitt 500 Millionen Euro für Kurzarbeit aus. Grundlage für die aktuelle Prognose des Defizits ist die gemeinsame Annahme der großen Wirtschaftsforschungsinstitute, die von 1,6 Millionen Kurzarbeitern im Jahresschnitt ausgehen. Die letzte verlässliche Zahl stammt aus dem Februar. Damals waren knapp 3,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit, das ist jeder zehnte Beschäftigte. Die Zahl der Kurzarbeiter im April schätzt das Ifo-Institut auf 2,7 Millionen.

Aus: DER SPIEGEL 19/2021

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