Die Reichsten der Welt Aldi-Brüder rücken auf Rang drei vor

Microsoft-Gründer Bill Gates ist weiterhin der reichste Mensch der Welt. Aber die deutschen Brüder Karl und Theo Albrecht, Besitzer der Billigladenkette Aldi, sind ihm auf der weltweiten Hitliste von Milliardären schon dicht auf den Fersen.


Es wird eng an der Spitze: Bill Gates ist noch auf dem ersten Platz
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Es wird eng an der Spitze: Bill Gates ist noch auf dem ersten Platz

New York - Die Gebrüder Albrecht vermehrten ihr Vermögen im vergangenen Jahr um 2,0 Milliarden Euro und stiegen mit 30,9 Milliarden Euro (26,8 Milliarden Dollar) von Platz fünf auf den dritten Platz der "Forbes"-Liste. Das Wirtschaftsmagazin stellte seine neueste Aufstellung in der Nacht zum Freitag vor.

Gates verlor durch die Probleme des Technologiemarktes und den Niedergang der Börsen in Folge der Terroranschläge 5,9 Milliarden Dollar. Der Chairman von Microsoft Chart zeigen belegt mit 52,8 Milliarden Dollar (60,9 Milliarden Euro) immer noch Platz eins im Forbes-Ranking der Superreichen.

Warren Buffett: Trotz Börsenturbulenzen 2,7 Milliarden mehr
AP

Warren Buffett: Trotz Börsenturbulenzen 2,7 Milliarden mehr

Ihm folgt wieder der amerikanische Investment-Mogul und Besitzer der Firma Berkshire Hathaway Chart zeigen, Warren Edward Buffett. Der 71-Jährige nennt 35 Milliarden Dollar sein Eigen, 2,7 Milliarden mehr als im Jahr zuvor. Die Plätze sechs bis Zehn werden von Mitgliedern der Familie Walton (Wal Mart) besetzt. Nähme man ihr Vermögen zusammen, wären die Waltons mit 102,9 Milliarden Dollar unangefochten an der Spitze der Superreichen. In den Top Ten der Forbes-Liste sind außer den Aldi-Brüdern nur US-Amerikaner zu finden.

Zehn deutsche Milliardäre vermehrten ihr Vermögen

Tiefer Fall: Leo Kirchs Vermögen ist auf ein Zwölftel geschrumpft
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Die deutsche BMW-Familie Chart zeigen um Johanna Quandt verbesserte ihr Privatvermögen um 600 Millionen auf 18,4 Milliarden Dollar (21,275 Milliarden Euro), blieb aber international auf Platz 12. Zu den großen Verlierern gehört der Münchner Medienmogul Leo Kirch, dessen Privatbesitz laut "Forbes" innerhalb Jahresfrist von zwölf Milliarden auf eine Milliarde Dollar schrumpfte. Insgesamt aber war das Jahr für deutsche Superreiche außerordentlich gut. Das Wirtschaftsmagazin benennt jetzt 35 deutsche Dollar-Milliardäre, sieben mehr als im Vorjahr.

Newcomer: Ehepaar Karl und Ingrid Ehlerding (1,5 Milliarden Dollar)
DPA

Newcomer: Ehepaar Karl und Ingrid Ehlerding (1,5 Milliarden Dollar)

Deutsche Newcomer und Rückkehrer in die Liste der Reichsten der Welt sind unter anderen der Verleger mit 2,6 Milliarden Dollar, der Immobilienunternehmer und Großaktionär der Beteiligungsgesellschaft WCM Chart zeigen, Karl Ehlerding (1,5 Milliarden), Ingenieurunternehmer Otto Happel (1,2 Milliarden), der Chef des Versicherers MLP Chart zeigen, (1,2 Milliarden), die Einzelhändler (1,8 Milliarden) und Eugen Viehof mit Familie (1,2 Milliarden). Von den "etablierten" deutschen Milliardären vermehrten zehn ihr Vermögen, darunter der Verleger Hubert Burda (jetzt 2,9 Milliarden) und der frühere Pharmafabrikant Curt Engelhorn (jetzt 5,6 Milliarden).



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