Bayer, Ergo, WDR Diese Arbeitgeber geben das 49-Euro-Ticket verbilligt ab

Zahlreiche Arbeitgeber beabsichtigen offenbar, das 49-Euro-Ticket für den Personennahverkehr subventioniert an ihre Beschäftigten weiterzugeben. Das ergab eine Umfrage der »Rheinischen Post«.
So erklärte etwa der Bayer-Konzern, dass alle Beschäftigten des Unternehmens das Ticket zum Rabattpreis von 34,30 Euro im Monat buchen können. Der Konzern will den Gesamtpreis pro Monat mit 12,25 Euro bezuschussen, also mit 25 Prozent. Weil ÖPNV-Anbieter bei Subventionen in dieser Höhe zusätzlich fünf Prozent Firmenrabatt gewähren, ergibt sich für einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen somit ein Preisnachlass von 14,70 Euro pro Ticket.
»Die Nachricht über die Einführung des Deutschlandtickets als vergünstigtes Job-Ticket ist unter unseren Beschäftigten auf sehr große und einhellig positive Resonanz gestoßen«, sagte ein Bayer-Sprecher.
20 Euro »Ökozuschuss«
Ähnliches gilt offenbar auch für Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen WDR. Auf Anfrage der »Rheinischen Post« erklärte die Rundfunkanstalt, dass ihre Mitarbeiter das Deutschlandticket zum Preis von 15 Euro im Monat buchen könnten. Dies sei möglich, weil Zuschüsse für Jobtickets übertragen werden.
Der Versicherer Ergo will auf das 49-Euro-Ticket einen »Ökozuschuss« von 20 Euro gewähren. »Unser Ziel ist es, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten das Deutschlandticket anzubieten«, hieß es vom Unternehmen. Auch bei der Post in Bonn gilt ein subventioniertes Angebot des Deutschlandtickets nach Information der »Rheinischen Post« als sicher.
Verhandlungen bei Vodafone
Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone erwägt demnach ebenfalls einen Rabatt für die Beschäftigten. »Wir streben vorteilhafte Angebote für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an und befinden uns in entsprechenden Verhandlungen«, erklärte ein Vodafone-Sprecher.
Anders verhält es sich bei der Telekom. Man wolle das Angebot eines Jobtickets vielmehr zum 1. Mai auslaufen lassen, weil das Deutschlandticket »eine deutlich flexiblere und auch kostengünstigere Alternative« darstelle. Eine Subventionierung sei »nicht geplant.«
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung hieß es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayer-Konzerns zahlten lediglich 14,70 Euro für das 49-Euro-Ticket. Tatsächlich zahlen sie 34,30 Euro, wodurch sich ein Preisnachlass um 14,70 Euro ergibt. Wir haben die Stelle korrigiert.