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Dieselautos bleiben stehen

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aus DER SPIEGEL 4/1984

Dieselfahrzeuge sind bei den Bundesbürgern nur noch wenig gefragt. Vom beliebtesten Selbstzünder, dem Golf D, konnte Volkswagen im vergangenen Jahr nur gut 60 000 Stück verkaufen - ein Drittel weniger als 1982. Gleichzeitig stieg der Absatz des Benzin-Golf trotz des Modellwechsels im Herbst um rund 45 Prozent. Noch schlimmer erging es dem Mercedes-Diesel der Baureihe 123 (200 D - 300 D). Wurden davon 1982 noch über 80 000 verkauft, waren es 1983 nur noch rund 50 000. Der plötzliche Absatzverlust bei Dieselfahrzeugen hat nach Ansicht der Automobilhersteller mehrere Gründe: Benziner sind gegenüber Dieselautos deutlich sparsamer geworden. Überdies hat sich der Preisunterschied zwischen beiden Kraftstoffen vermindert. Vor allem aber: Die Bundesbürger haben mehr Spaß denn je zuvor am Schnellfahren. Autos, die von den Werbern mit dem Attribut »sportlich« angepriesen werden, verkaufen sich derzeit besonders gut.

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