Diskriminierung Coca-Cola entschädigt schwarze Angestellte

Um einen Prozess zu vermeiden, will Coca-Cola schwarzen Mitarbeitern eine Entschädigung in Millionenhöhe zahlen. Angestellte hatten dem Konzern Diskriminierung vorgeworfen.


Atlanta - Coca-Cola erklärte sich bereit, über 150 Millionen Dollar an ehemalige und derzeitige schwarze Mitarbeiter zu zahlen. Dies gaben Klägeranwälte am Donnerstag bekannt. Der am Donnerstag von einem Richter in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia gebilligte Vergleich sieht vor, dass die etwa 2000 Afroamerikaner umgehend 113 Millionen Dollar in Bar als Entschädigung erhalten.

Die Sammelklage war im April 1999 eingereicht worden. Die Kläger hatten dem Konzern vorgeworfen, dass schwarze Mitarbeiter über Jahre geringere Gehälter bekommen hätten und bei der Beförderung benachteiligt worden seien. "Ich wurde kontinuierlich am Aufstieg und an der Bewerbung um höhere Posten gehindert", sagte etwa Elvenyia Barton-Gibson, Angestellte von Minute Maid, einer auf Orangensaft spezialisierten Tochterfirma.

Coca-Cola hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, sich aber dennoch zum Vergleich bereit erklärt. Mit der nun vereinbarten Zahlung von 113 Millionen Dollar sollen Gehaltsunterschiede in den vergangenen fünf Jahren ausgeglichen werden. Für die Angleichung der Gehälter aller schwarzen Angestellten in den kommenden Monaten sollen 43,5 Millionen Dollar bereitgestellt werden.

Zusätzliche 36 Millionen Dollar sollen in die Überwachung der Personalpolitik fließen. Der Konzern erklärte sich bereit, seine Beschäftigungspraktiken vier Jahre lang von einer siebenköpfigen unabhängigen Kommission prüfen zu lassen. Insgesamt wird Coca-Cola 192,5 Millionen Dollar zahlen.



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