Diskriminierung Deutscher Bank droht Klage in USA

Die US-Gleichstellungsbehörde erwägt einem Zeitungsbericht zufolge ein Verfahren gegen die Deutsche Bank. Mitarbeiterinnen würden benachteiligt und diskriminiert.


Frankfurt am Main - Nach der Investmentbank Dresdner Kleinwort droht auch der Deuschen Bank in den USA ein Verfahren wegen Diskriminierung. Die US-Gleichstellungsbehörde EEOC habe der Deutschen Bank mitgeteilt, dass sie Hinweise auf Benachteiligung einer ehemaligen Angestellten in der Wertpapiersparte sowie einer Gruppe von Frauen in ähnlicher Rolle gefunden habe, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf einen Beschluss der EEOC. Sollte sich die Bank nicht auf eine "angemessene Lösung" verständigen, drohe ein Gerichtsverfahren.

Bei den Ermittlungen geht es dem Bericht zufolge vor allem um Vorwürfe der Australierin Leigh Short, die von 2001 bis 2004 im institutionellen Wertpapiergeschäft der Deutschen Bank gearbeitet hatte.

Short werfe ihrem damaligen Vorgesetzten vor, ihr trotz herausragender Leistungen einen geringeren Bonus als männlichen Kollegen gezahlt zu haben. Ein Sprecher der Deutschen Bank habe die "schwebenden Rechtsstreitigkeiten" nicht kommentieren wollen. Im Januar hatten sechs Frauen die Investmentbank Dresdner Kleinwort wegen Diskriminierung verklagt.

tim/dpa-AFX



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