Diskriminierungsvorwurf Frauen verklagen Nachrichtenagentur Bloomberg

Finanzielle Einbußen, schlechtere Karrierechancen: 58 Frauen werfen der US-Nachrichtenagentur Bloomberg vor, sie nach ihrer Schwangerschaft diskriminiert zu haben. Jetzt haben sie Sammelklage gegen ihren Arbeitgeber eingereicht.


New York - Die Frauen werfen dem Informations- und Datenanbieter konkret vor, ihnen aufgrund von Schwangerschaft die Gehälter gekürzt und Aufstiegsmöglichkeiten verwehrt zu haben, erklärte die zuständige US-Behörde EEOC. Demnach könnte die Zahl der Klägerinnen weiter steigen. Die Behörde hat nach eigenen Angaben Fragebögen an knapp 500 Frauen weltweit verschickt. Alle waren seit 2002 im Mutterschaftsurlaub bei Bloomberg.

Die EEOC (Equal Employment Opportunity Commission) kümmert sich um Diskriminierungsfälle am Arbeitsplatz. Die Stelle nahm sich der Klage an, nachdem drei Frauen im vergangenen September Anzeige gegen Bloomberg erstattet hatten. Zwei von ihnen arbeiten weiterhin bei der Nachrichtenagentur. Sie sollen nach Rückkehr an ihren Arbeitsplatz nach der Schwangerschaft weniger Gehalt erhalten haben.

Die EEOC fordert nun unter anderem Entschädigungszahlungen. Ein Gerichtsverfahren wird für den kommenden Herbst erwartet.

Unternehmensgründer Michael Bloomberg ist seit Januar 2002 Bürgermeister von New York und nimmt nach eigenen Angaben keinen Einfluss mehr auf das Tagesgeschäft der Agentur. Er hält aber weiterhin die Mehrheit an Bloomberg.

kaz/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.