DIW-Prognose Düstere Aussichten

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wird heute wahrscheinlich seine Wirtschaftsprognose noch einmal nach unten korrigieren. Offenbar rechnen die Berliner Wirtschaftsforscher nur noch mit einem Wachstum von etwas mehr als 1,0 Prozent in diesem Jahr.


DPA

Berlin - Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, handelt es sich nach Einschätzung der Konjunktur-Experten bei der derzeitigen Flaute in der Bundesrepublik nicht nur um eine vorübergehende Delle, sondern um eine nachhaltige Abschwächung der Wachstumskräfte.

Gründe für die lahmende Konjunktur in Deutschland seien der Preisanstieg bei Energie und Lebensmitteln sowie die schwache Binnennachfrag im Euro-Raum. Vor allem fehle Europas Volkswirtschaft die Unterstützung durch eine Zinssenkungspolitik der Europäischen Zentralbank, kritisieren die DIW-Experten laut Zeitung. Für die Vereinigten Staaten erwarten die Berliner Forscher dagegen schon bald eine Wende. Dort wirke sich das frühzeitige und entschlossene Eingreifen von US-Notenbankchef Alan Greenspan allmählich in Gestalt anziehenden Wachstums aus. Die Notenbank hatte die Leitzinsen mehrfach, teilweise kräftig gesenkt. Das DIW fordert die Europäische Zentralbank seit langem auf, die Konjunktur ebenfalls durch Zinssenkungen zu stützen.



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