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Dollar-Segen für den Fiskus

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aus DER SPIEGEL 32/1984

Bundesfinanzminister Gerhard Stoltenberg kann schon jetzt mit riesigen Gewinnen der Bundesbank rechnen. Das Staatsinstitut verdankt die nochmals gestiegenen Gewinne zum einen den vielen Dollar-Wertpapieren, die von der Bundesbank gehalten werden. Da die Dollar-Zinsen beträchtlich gestiegen sind, verbucht die Bundesbank höhere Zinserträge aus diesen Papieren. Überdies klettert durch die Abwertung der Mark der Gegenwert der in Dollar gezahlten Zinsen. Und schließlich verbessern die Dollar-Verkäufe der Währungshüter die Notenbank-Erträge. In der Bilanz wird der Dollar nur mit knapp 1,73 Mark bewertet, letzte Woche aber lag der Kurs bei 2,92 Mark. Halten sich Kurs und Zins, dann wird Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl 1985 wohl die Rekordsumme von 12,5 Milliarden Mark nach Bonn überweisen - rund zwei Milliarden mehr, als Stoltenberg eingeplant hat.

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