Oberster Wirtschaftsberater Gary Cohn kritisiert Trump wegen Reaktion auf Charlottesville

Nach Donald Trumps Äußerungen zu den Ausschreitungen in Charlottesville war der Frust bei Gary Cohn groß. Jetzt macht der Wirtschaftsberater des Präsidenten seinem Ärger Luft.
Gary Cohn

Gary Cohn

Foto: Alex Wong/ Getty Images

Gary Cohn hat Donald Trump für dessen Reaktion auf die Zusammenstöße bei einer Rassisten-Kundgebung in Charlottesville kritisiert. "Diese Regierung kann und muss besser darin werden, solche Gruppen konsequent und unzweideutig zu verurteilen und alles dafür zu tun, die tiefen Risse in unseren Gemeinden zu heilen", sagte der oberste Wirtschaftsberater des US-Präsidenten der "Financial Times" .

Trump hatte nach den rechtsextremen Ausschreitungen in Charlottesville "vielen Seiten" die Schuld gegeben und Rassisten und Neonazis nicht beim Namen genannt.

Der Demokrat Cohn war danach unter erheblichen Druck geraten, sich als eine der wichtigsten Figuren des Weißen Hauses öffentlich gegen Trumps Reaktion zu stellen. Spekulationen über einen möglichen Rücktritt Cohns aus Protest hatten auch die Börse und den Dollarkurs bewegt.

"Als ein patriotischer Amerikaner widerstrebt es mir, meinen Posten zu verlassen", sagte Cohn. Er fühle sich aber auch verpflichtet, seinen Kummer über die Ereignisse der vergangenen beiden Wochen zu äußern. "Bürger, die für Gleichheit und Freiheit aufstehen, dürfen niemals mit weißen Rassisten, Neo-Nazis und dem Ku Klux Klan gleichgesetzt werden", sagte Cohn.

Eine solch prominente, öffentliche Äußerung Cohns ist selten und bemerkenswert. Cohn war einer der Hauptgegner von Stephen Bannon, Trumps geschasstem Chefstrategen.

asa/dpa
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