Mega-Fusion Trump und Clinton sehen Time-Warner-Deal skeptisch

AT&T will Time Warner kaufen, die Unternehmen sind sich einig. Nun kündigt der US-Senat an, die geplante Übernahme zu prüfen. Auch die Präsidentschaftskandidaten melden Zweifel an.

Donald Trump
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Führende US-Politiker haben Vorbehalte gegen die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch AT&T geäußert. Hillary Clinton, Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, forderte laut ihrem Sprecher Brian Fallon eine "genaue Überprüfung" des Deals durch die US-Wettbewerbsbehörden. Es gebe eine Reihe von "Fragen und Bedenken", sagte Fallon.

Clintons Rivale Donald Trump hatte bereits vor der Einigung angekündigt, dass seine Regierung dem Geschäft nicht zustimmen würde. "Solche Deals zerstören die Demokratie", sagte Trump bei einer Rede im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Ein Sprecher des Vorsitzenden des Wettbewerbsausschusses im US-Senat, Mike Lee, kündigte an, noch für dieses Jahr eine Anhörung im Senat einzuberufen. Der demokratische US-Senator Bernie Sanders rief die Regierung von Barack Obama auf, den Deal platzen zu lassen - er bedeute "höhere Kosten und geringere Auswahlmöglichkeiten für die amerikanische Bevölkerung".

AT&T hatte den Kauf von Time Warner für 85,4 Milliarden Dollar verkündet. Die Führungsgremien beider Unternehmen hätten das Geschäft einstimmig gebilligt, teilte AT&T mit. Inklusive der Schulden, die der Käufer übernimmt, liegt die Summe bei 108,7 Milliarden Dollar.

Dem Vorhaben müssen noch die Wettbewerbsbehörden zustimmen. AT&T-Chef Randall Stephenson zeigte sich zuversichtlich, mögliche Bedenken der Regulierungsbehörden auszuräumen. "Es wird kein Wettbewerber vom Markt verdrängt, es gibt keine Wettbewerbsbeschränkungen, die durch die Fusion dieser beiden Unternehmen entstehen", sagte er.

asa/Reuters/AP



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